Wirtschaftsrechts-LL.M.

LMU startet neuen englischen Wirtschaftsrechts-LL.M. – und er kostet (fast) nichts

Wer Jura studiert hat und Bock auf internationale Karrierewege hat, sollte jetzt mal kurz aufhorchen: Die Juristische Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) startet zum kommenden Wintersemester einen neuen vollständig englischsprachigen Masterstudiengang namens “European and International Economic Law” (LL.M.). Offiziell ist das Ganze als erstes komplett englischsprachiges juristisches Masterprogramm der Fakultät angekündigt – ein ziemlich großer Schritt für eine deutsche Traditions-Uni. Als Quelle dazu dient die LMU-News-Meldung vom 23.01.2026: LMU: „Sprungbrett für internationale Rechtskarrieren“.

Das Programm richtet sich an Absolventen eines ersten juristischen Studiums (zum Beispiel Erstes Staatsexamen oder ein vergleichbarer ausländischer Abschluss) und soll ziemlich gezielt das abdecken, was in globalen Unternehmen, Kanzleien oder internationalen Organisationen ständig auf dem Tisch liegt: EU-Wirtschaftsrecht, internationales Wirtschaftsrecht und alles, was drumherum wichtig ist. Das Ganze läuft über zwei Semester, wird komplett auf Englisch unterrichtet und startet nur zum Wintersemester.

 

Das Highlight fĂĽr viele Studenten: keine StudiengebĂĽhren

Jetzt der Punkt, bei dem viele Studenten innerlich einmal „nice!“ sagen dürften: Laut LMU werden keine Studiengebühren erhoben. Stattdessen fällt nur der übliche Semesterbeitrag an. In der FAQ zum Programm ist sogar eine konkrete Zahl genannt: 85 Euro pro Semester als administrative Gebühren. Das ist im europäischen Vergleich wirklich ein Statement, weil LL.M.-Programme anderswo schnell vier- bis fünfstellig werden können.

In der LMU-Kommunikation wird das auch als bewusstes Signal verstanden: Professor Christian Walter, der das Programm leitet, betont laut LMU, dass es sich um das erste komplette englischsprachige Masterprogramm der Fakultät handelt und frühere englische Angebote (z. B. Summer Schools) wichtige Vorarbeit geleistet haben.

 

Kleine Kohorte, viel Austausch: nur rund 30 Plätze

Ein weiteres Detail, das im Unialltag echt einen Unterschied macht: Die Jahrgangsgröße liegt bei rund 30 Studenten. Das ist bewusst klein gehalten, um intensiver zu betreuen und damit die Gruppe wirklich international „funktioniert“. Koordiniert wird der Aufbau laut LMU unter anderem von Tim Gramolla, der den Austausch verschiedener Rechtstraditionen als große Chance beschreibt.

Kurzer Reality-Check aus Studentensicht: In einem vollen Hörsaal bist du oft eine Matrikelnummer mit Beinen. In einer 30er-Gruppe bist du plötzlich „der Typ aus Spanien, der immer die WTO-Fälle bringt“ oder „die Person, die bei Datenschutzrecht komplett eskaliert“. Und ja – das kann beim Netzwerken später Gold wert sein.

 

Inhalt: von EU-Wirtschaftsverfassung bis Datenrecht

Inhaltlich klingt das Programm nach einem ziemlich klassischen „International Track“ – nur eben in Jura: Pflichtmodule behandeln laut LMU unter anderem das Wirtschaftsverfassungsrecht der Europäischen Union sowie Grundlagen des internationalen Wirtschaftsrechts. Dazu kommen Wahlkurse, die je nach Karriereplan sehr unterschiedlich spannend sein können: genannt werden Wettbewerbsrecht, Gesellschaftsrecht, Steuerrecht, geistiges Eigentum oder Datenrecht.

Wenn du dir jetzt denkst: „Datenrecht? Klingt trocken.“ – fair. Aber genau das ist einer der Bereiche, in denen Unternehmen aktuell richtig viel Bedarf haben, weil internationale Datenflüsse, Compliance und Regulierung gefühlt jede Woche ein neues Buzzword bekommen. Und Wettbewerbsrecht ist sowieso ein Klassiker für alle, die mal in Richtung große Kanzlei oder Konzernrechtsabteilung schielen.

 

FĂĽr wen lohnt sich das? Ein Mini-Szenario aus dem echten Studentenleben

Stell dir (fiktiv!) Max vor: Max hat gerade sein erstes Staatsexamen durch, will nicht sofort ins Referendariat hetzen und merkt im Praktikum, dass internationale Mandate ihn mehr reizen als die x-te Akte aus dem Amtsgericht. Gleichzeitig hat er keine Lust, für einen LL.M. in Großbritannien oder den Niederlanden ein kleines Vermögen zu lassen. Für jemanden wie Max ist so ein Programm interessant, weil es englischsprachig, international ausgerichtet und gleichzeitig kostenseitig extrem niedrigschwellig ist – zumindest wenn man nur auf den reinen Studienbeitrag schaut.

Aber: MĂĽnchen ist MĂĽnchen. Und damit sind wir beim Thema Lebenserhaltungskosten. Wenn du also nebenbei einen Nebenjob brauchst, ist das hier wahrscheinlich ein hilfreicher Klick: Studentenjobs in MĂĽnchen.

 

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Unterm Strich

Die LMU setzt mit dem neuen LL.M. „European and International Economic Law“ ein ziemlich klares Signal: mehr Internationalisierung, mehr Englisch, mehr Fokus auf Wirtschaftsrecht – und das bei keinen Studiengebühren und einer sehr kleinen Kohorte von rund 30 Studenten. Wenn du ein erstes juristisches Studium in der Tasche hast und dich gezielt für den internationalen Arbeitsmarkt aufstellen willst, ist das zumindest ein Programm, das man auf dem Schirm haben sollte.

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